Pflanze im Stadium der Blüte

Durch die Zunahme der Ambrosia-Bestände ist ein Anstieg der Allergikerzahl im Land zu erwarten. Dabei gelten blühende Bestände im Siedlungsbereich als besonders problematisch, denn bei Kontakt mit der Beifuß-Ambrosie können Heuschnupfen-Symptome auftreten. Zudem können Ambrosia-Allergiker Asthma entwickeln. Auch Menschen, die sonst nicht allergisch auf Pollen reagieren, können eine Allergie entwickeln. Die negativen Auswirkungen der Beifuß-Ambrosie erstrecken sich auch auf landwirtschaftlich genutzte Flächen. Hier kann die Ambrosie als Konkurrenzpflanze zu hohen Ertragsverlusten führen. Spätestens während der Blütezeit muss daher eine Bekämpfung erfolgen, um die Samenbildung und damit eine weitere Ausbreitung der Ambrosia-Bestände einzudämmen.
Wir möchten auf diesem Weg die Bevölkerung über entsprechende Maßnahmen zur Bekämpfung der Pflanze auf dem eigenen Grundstück informieren, da dem aggressiven Kraut, das schwere allergische Reaktionen auslösen kann, kaum beizukommen ist.
Die Landesanstalt für Umwelt, Messungen und Naturschutz Baden-Württemberg (LUBW) ruft deshalb in einer bundesweiten Aktion zum Mitmachen auf.

Pflanze - Merkmale
Die Hohe Ambrosia wird auch beifußblättriges Traubenkraut, Beifuß-Ambrosia, Aufrechte Ambrosia oder Ragweed (engl.) genannt.
Sie vermehrt sich in der Regel nur über ihre Samen, Keimung März bis August. Junge Pflanzen entwickeln sich zunächst nur langsam, erst im Juni setzt ein stärkeres Höhenwachstum ein. Die Pflanze ist einjährig, die Samen bleiben jedoch bis zu 40 Jahre  keimfähig.
Jungpflanze: Behaarter, häufig grüner Stängel, Ähnlichkeit mit Möhren
Ältere Pflanze: Behaarter rotbrauner Stängel
Blätter: doppelt gefiedert, beidseitig grün, behaart


Langgestreckter Blütenstand (bis zu ca. 15 cm)
Männliche Blüten: als gelbgrüne, ährenartige Traube
Blühtermin:  Juli bis Oktober (bei milder Witterung bis November/Dezember)
   
Wie verbreiten sich die Ambrosia-Samen?
- Durch den Luftwirbel der Kraftfahrzeuge   
- Verunreinigtes Vogelfutter
- Verunreinigten Kompost, Erdaushub u. ä.            
- Durch Ernte-, Mäh- und Baumaschinen
 
Wo findet man die Ambrosie am häufigsten?
- In Gärten und Wildäckern
- An Straßen und Grünflächen
- Auf Erddeponien und Baustellenarealen
- An Waldwegen und Waldrändern
- Auf Ruderalflächen und Agrarflächen    

Was sollte ich bei einem Ambrosia-Fund beachten?
- Aufgefundene Pflanzen sollten mit der Wurzel ausgerissen werden
- Ein direkter Hautkontakt ist unbedingt zu vermeiden
- Bei Entfernung blühender Pflanzen wird Augen- und Atemschutz dringend empfohlen
- Allergiker sollten die Pflanzen nicht selbst entfernen/berühren
- Die Entsorgung der Pflanze muss in verschlossenen Plastiktüten über die Restmülltonne und nicht über den Kompost oder Biomüll erfolgen, da die Samen sonst nicht zerstört werden

Ein Ambrosia-Fund sollte zudem der LUBW gemeldet werden (per E-Mail an Ambrosia@lubw.bwl.de oder mithilfe der kostenlosen "Meine Umwelt"-App). Informationen hierzu und ein Meldeformular finden Sie unter www.lubw.de "Bestände melden".
Wir bitten die Mitbürger um Unterstützung in der Bekämpfung der hoch aggressiven Allergiepflanze Ambrosia.
Sollten Sie eine Ambrosia-Pflanze entdecken, die nicht auf Ihrem Grundstück wächst, bitten wir um Meldung im Ordnungsamt, Hauptstr. 32 (Tel: 07229/3044-44 oder per E-Mail an rathaus@huegelsheim.de).
Weitere Informationen zur Ambrosia erhalten unter www.lubw.de.

Kontakt

Gemeindeverwaltung
Hügelsheim

Telefon 07229/3044-0
Telefax 07229/3044-10

Korrespondenz-Adressen:
Postfach 63
76549 Hügelsheim
rathaus@huegelsheim.de

Öffnungszeiten Gemeindeverwaltung

Montag bis Freitag
08.00 bis 12.00 Uhr

Donnerstagnachmittag
14.00 bis 18.00 Uhr